Montag, 20. Mai 2013

Sie vs. Er | Das Thema Frausein

Es ist sehr wichtig, in Bewegung zu sein, ein Ziel zu haben, das zu tun, was wirklich von Bedeutung ist. Wenn du das Gefühl hast, dass etwas getan werden muss, dann musst du es tun.

— Marija Gimbutas


Seit Tagen schwirrt mir das Thema "Frau sein" im Kopf rum. Oder genauer gesagt die unterschiedliche Lebensweise von Frauen und Männern. John Gray hat es in seinem Bestseller auf den Punkt gebracht "Männer sind vom Mars, Frauen von der Venus". Und ich finde das grundsätzlich auch völlig okay. Wenn ich in mein privates Umfeld schaue, dann kann ich von meinem Partner unglaublich viel lernen. Ich schätze an ihm alles, was er ist und ich nicht bin und freue mich immer wieder von ihm zu lernen. Denn oft geht er Dinge einfacher und rationaler an als mein emotionales Selbst. Mir geht es auch heute gar nicht um die Tiefe der Unterschiede zwischen Männer und Frauen, sondern übers Oberflächliche.



Ihr kennt das sicher auch: Männer räumen Spülmaschinen anders ein als wir Frauen. Zumindest meiner. Alles andere als platzeffizient. Jetzt könnte ich mich einfach zurücklehnen und froh sein, dass er überhaupt die Spülmaschine einräumt und die Teller sich nicht auf der Arbeitsfläche stapeln (wenn es so wäre, dann hätten wir auch ein ernsthaftes Problem). Und ja, ich bin froh darüber! Machen wir es aber mal etwas plastischer.

In den letzten Tagen ist mir aufgefallen, wie viel an Mehr ich auf meiner privaten ToDo Liste stehen habe. Und woran liegt das? Vieles liegt mit Sicherheit an der Natur des Frauseins. Bestes Beispiel: Mein Nagellack ist übers Wochenende an den Fingernägeln abgebröckelt (auch kein Wunder bei den Haushaltsarbeiten, die ich verrichtet habe). Heißt: Ran an den Nagellackentferner, mit der Feile wieder in Form bringen, Unterlack, Nagellack, Überlack. Und da ich am kommenden Wochenende auf einer Hochzeit bin und man ggf. zu später Stunde auch mal ohne Schuhe die Tanzfläche betritt, müssen die Füße auch ran. So, zeigt mir mal bitte einer einen Mann, der auf ner Hochzeit barfuß tanzt? [Gibt's bestimmt, aber ich habe noch nie einen gesehen]. Sind also zwei ToDos, die ich habe, ER aber nicht. ....und wenn ich natürlich schon dabei bin, stelle ich fest, dass meine Nagellacke mal wieder sortiert werden müssten, bzw. Fehlkäufe entsorgt werden sollten, etc. Kennt ihr das? Und schon wird die ToDo Liste länger.

Ähnlich läuft es auch mit den Geschenken, im aktuellen Fall dem Hochzeitsgeschenk fürs Brautpaar: wir haben besprochen was wir schenken und in welchem Wert. Besorgen, Verpacken und Karte schreiben, bleibt aber an mir hängen (weil ich doch angeblich die schönere Schrift habe, und immer die hübscheren Worte, etc.). Der Grund warum ich die schöneren Worte habe ist, dass ich mir Gedanken mache, für das Paar ein passendes Zitat auswähle, etc. Aber das sind auch schon gleich wieder ein paar ToDos mehr auf meiner Seite. Ich mache das auch gerne, weil es mir Freude macht und ich dem Paar ebenfalls eine Freude machen möchte. Ich stecke hier immer sehr gerne mein Herz rein. Aber es ist ein Zeitaufwand, den SIE hat, ER aber nicht.

Und mit dem Outfit ist es doch bei FRAU auch viel umfangreicher: zum schönen Kleid benötigen wir ggf. noch die passenden Unterwäsche (je nach Schnitt des Oberteils, der Träger oder ähnlichem), etwas für "drüber" für die Kirche oder Stehempfang im Freien (es könnte ja frisch sein), den passenden Schmuck, ggf. eine Strumpfhose, Schuhe, Ersatzschuhe, Blasenpflaster, Einlegesohlen, Handtasche und je nach Kleidfarbe möglicherweise auch noch einen neuen passenden Nagellack und/oder Lippenstift. Und MANN? Zieht nen bestehenden Anzug aus dem Schrank, kauft im besten Fall noch ein neues Hemd oder Krawatte farblich passend zum Outfit von IHR und schon ist er fertig.

Grundsätzlich hängt doch einfach mehr an uns Frauen. Wir kümmern uns mehr um unser Aussehen, nicht weil es den Männern egal wäre, sondern weil sie einfach nicht so viel zur Auswahl haben. Nach dem Duschen wird sich rasiert, eingecremt, die Haare gemacht und fertig. Und wir Frauen? Wir hätten da erstmal das Ganzkörperpeeling unter der Dusche (natürlich nicht täglich, aber schon regelmäßig), dann müssen wir zwar nicht das Gesicht rasieren, aber es gibt für uns zahlreiche andere Stellen und davon auch mehrere und im Nachgang immer schön eincremen. Ganzkörper versteht sich. Und jetzt geht's eigentlich erst los. Das war ja mehr oder weniger erst das Vorspiel. Alle zwanzig Nägel wollen gepflegt sein. Und dann geht's ja erstmal los mit den Haaren. Wer nicht gerade einen flotten Kurzhaarschnitt hat, nennt vermutlich Haarfön, Glätteisen und eine Armee an Lockenstäben sein eigen (ich zumindest). Das heißt die Haare wollen erstmal gelockt, geglättet, geflochten, geknotet oder sonst irgendwas werden. Und dann: ran an Pinsel und Farbtöpfe (überspitzt gesagt...versteht frau sicher...Mann denkt vermutlich die multitaskingfähige Frau schiebt noch schnell ne Kunststunde ein). Mit ein wenig Glanz & Gloria sehen wir gleich frischer und vor allem begehrenswerter aus (zuerst für uns selbst und dann für andere). Wer mit Make-up Pinseln arbeitet, hat dann gleich ein weiteres ToDo auf der Liste: Pinselreinigung. Auch das stand am Wochenende auf meiner Liste (täglich die Reinigung mit einem Pinselreiniger und mind. 1x pro Monat mit Pinselshampoo). Klar, jetzt weiß ich, dass da nicht jede Frau macht. Meine beste Freundin zum Beispiel auch nicht. Man könnte sich also dieses ToDo einsparen, je nach Geschmack. Mir macht es aber Freude und so gehört es zu meinen Routine-ToDos. Kostet aber halt trotzdem Zeit. Spaß hin oder her.

Vom Friseurbesuch brauche ich erst gar nicht zu sprechen, oder? Männer sind in max. 20 Minuten 20 Euro leichter und wir Damen....oh je....da kann wohl jede ein Liedchen von singen. Zudem benötigen wir Shampoo UND Conditioner und noch das ein oder andere Hitzespray, Schaumfestiger, Ansatzspray, Haarspray, etc. Sofern gepflegtes, gesundes und glänzendes Haar auf der Prioritätenliste steht (alle, die das auch mit Discounterprodukten schaffe, gratuliere ich hiermit ganz herzlich...ich gehöre nicht dazu...mein Haar ist zwar schön, glänzend und gesund aber nur weil ich es pflege). 

Ich möchte jetzt gar nicht auf das Klischee der Frau raus...so von wegen schönes Heim & Garten. Aber klar, wenn ich optisch frischen Wind in der Wohnung haben möchte, dann bin ich diejenige, die neue Kissenbezüge kauft. Die meisten Männer fühlen sich einfach nur darin wohl. Sie freuen sich zwar, wenn es mal was Neues gibt, aber sie ziehen selten los und machen das Heim "weihnachtsgemütlich" oder "frühlingsfrisch". 

Doch wo kommt das denn her? Wurde uns dieser "Wunsch nach Schönem" (ob an uns selbst oder in unserer Umgebung) wirklich in die Wiege gelegt? Oder ist es dieses letzte Strichen vom zweiten Chromosom {XX}, das wir mehr haben als die Männer? Oder ist das einfach nur von Generation zu Generation vorgelebt und damit weitergegeben worden? So manchmal frage ich mich das schon. Während meine ToDo Liste fast zum Überquillen droht, kann sich MANN gemütlich auf dem Sofa räkeln (könnte ich natürlich auch...ohne Frage....aber die ToDos sind ja dann morgen immer noch da). Ich habe auch das Gefühl, dass FRAUsein grundsätzlich mehr kostet. Denn wir sind so ausgelegt, dass wir mehr benötigen. Nämlich nicht nur das Unterhöschen wie der Mann, sondern eben auch den BH. Und nicht nur die schwarzen Anzugssocken und weiße Tennissocken, sondern auch noch Strumpfhosen in mind. natur und schwarz und Feinstrümpfe. Und natürlich gestrickte Socken für die kalten Füße. Wo MANN nur Hose oder Shorts trägt, haben wir die Wahl zwischen Hose, 3/4 Hose, 7/8 Hose, Shorts, kurzen Shorts, kurzem Rock, langem Rock, kurzem Kleid, langem Kleid und so weiter (Mädels, guckt in Euren Kleiderschrank, dann wisst ihr was Sache ist). Wieso ist das eigentlich so? Mir ist schon klar, dass mir darauf keiner eine Antwort geben kann, aber ich finde es einfach faszinierend. FRAUsein ist schon an sich ein Vollzeitjob. Von Karriere oder Muttersein fange ich erst gar nicht an (da kann ich auch nur bei einem von beidem mitreden). 

Aber kommt es Euch manchmal nicht auch so vor, dass FRAUsein zeitlich intensiver ist? Habt ihr Euch darüber auch schon Gedanken gemacht? 

P.S.: Bevor das falsch verstanden wird, ich bin sehr gerne eine Frau. Und auch gerne mit allen Facetten.

P.P.S.: Wer jetzt denkt ich bin eine kleine Beautyqueen, die immer top gestylt durch die Gegend rennt, täuscht sich. Dieser Blogpost wurde im Schlafanzug geschrieben (und zwar in der zweiten Tageshälfte).

P.P.P.S.: Ich habe bewusst einige Dinge überspitzt formuliert!



Mittwoch, 1. Mai 2013

Willkommen im Mai


Zufriedenheit ist der Stein der Weisen. Sie wandelt in Gold, was immer sie berührt.

– Benjamin Franklin


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Alles neu macht der Mai! So heißt es in der bekannten Redewendung. Na,….dann bin ich mal gespannt!! Natürlich macht nicht nur der Mai alles neu, sondern jeder einzelne Tag, jede Stunde, jede Minute, und so weiter. Alles kann neu sein, sich neu entwickeln und entfalten wenn wir es nur zulassen. Jeder Tag hat die Chance der schönste Deines Lebens zu werden. Das ist so. Keiner von uns weiß, was an jedem neuen Tag geschehen wird. Also warten wir doch drauf, was der Mai so bringt.

Der Monat Mai ist für mich der Inbegriff des Frühlings. Sonne. Blüten. Wärme. Sandalen. Frische Farben. Laue Abende. Sattes Gras. Zwitschernde Vögel. Flatternde Schmetterlinge. Kühle Erfrischung. Lachende Menschen. Und auf all das freue ich mich auch. Der Mai ist die Brücke zwischen Frühling und Sommer, die wir langsam überqueren. Und meist folgt der Mai auf einen durchwachsenen April. Und von diesem April brauchen wir nicht zu sprechen. Schnee, Minusgrade und dann auf einmal 27 Grad und strahlender Sonnenschein. Der April war verrückt! Er hat sich 2013 ausgetobt und einfach gemacht was ihm gefällt. Okay, wenn das ein Monat darf, dann ist es wohl der April. Irgendwie rechnet man schon damit und freut sich dann umso mehr auf den nun beginnenden Mai. Nicht umsonst tanzen wir ja schließlich in den Mai.

Mein kommender Mai ist der bislang verplanteste Monat des Jahres. Das kann mir gefallen oder auch nicht. Ein paar dieser Termine habe ich mir nicht persönlich ausgesucht, sondern haben sich so ergeben. Wie zum Beispiel die Hochzeit einer Freundin und alle damit angehenden Vorbereitungen auf den großen Tag oder besser die zwei großen Tage (einmal standesamtliche Hochzeitung und einmal die kirchliche Trauung, die an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden statt finden). Zudem besuche ich ein Tagesseminar von Robert Betz aus der FÜR SIE-Reihe und genieße ein paar Tage Auszeit. Und schwupps sind vier Wochen rum.

Aber neben all diesen Terminen freue ich mich auch noch auf:
  • das Kennenlernen neuer Menschen während des Seminartags
  • Im Eiscafé sitzen (hat im April nicht geklappt)
  • einen Volksfestbesuch
  • das zweite Mal FlipFlops zu tragen (das erste Mal war Ende April)
  • Eistee zu machen
  • meine neue Salatbox zu testen
  • Emmernudeln zu verkosten
  • und viele spontane Momente

Was steht bei Euch im Mai an? Habt ihr vielleicht auch ne Hochzeitseinladung? Oder macht ihr bei einer Laufveranstaltung mit? Ich freue mich auf Eure Mai-Wünsche!


Montag, 29. April 2013

Tops & Flops | April 2013


Die Freude ist überall. Es gilt nur, sie zu entdecken.

– Konfuzius


Es ist wieder soweit. Wir beschließen einen Monat und begrüßen einen neuen. Ich muss gestehen, dass es wunderbar ist einen Monat noch einmal Revue passieren zu lassen. So wird mir noch einmal bewusst was ich in den vergangenen 30 Tagen erlebt habe. Daher kann ich Euch auch nur ans Herz legen noch einmal den Kalender des letzten Monats anzusehen, oder Euer Tagebuch noch einmal zu lesen oder auch einfach nur aufzuschreiben was so alles war. Ihr werdet sehen, dass ihr an einige schöne Momente schon gar nicht mehr gedacht habt, die dann auf einmal wieder ins Gedächtnis kommen.

Die Top 5:
1. Der Tag der Gelassenheit. Hier habe ich bereits darüber berichtet. Es war einfach ein wunderschöner Tag mit vielen positiven Impulsen und mit meiner liebsten Begleitung, die seit fünf Jahren diesen Tag mit mir erlebt. Danke dafür an Dich!
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2. Kochen mit dem Thermomix. Ich habe meinen Thermomix im April zum Durchdrehen gebracht. Im übertragenen Sinn natürlich. Es sind einige spontane Rezepte entstanden, die einfach nur lecker waren und die mir wieder gezeigt haben, dass sich diese Investition gelohnt hat. Aktuell warte ich auf die Lieferung eines neuen Kochbuchs für dieses Küchenwunder, damit ich im Mai viele neue Rezepte zum Ausprobieren habe! [Einige dieser Rezepte wollen noch gepostet werden].

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3. Konsumfasten continued. Einen Aspekt des Konsumfasten betreibe ich noch immer: keine neuen Kosmetikprodukte kaufen sondern erst alles aufbrauchen, was noch zu Hause ist. Inklusive Proben & Co. Es ist unwahrscheinlich wie viel ich da ständig finde und noch immer nicht alles aufgebraucht habe. Dafür ist die Tasche mit allem Aufgebrauchtem (habe beschlossen das für meine eigene Dokumentation noch aufzuheben) schon ganz schön voll. Bin mal gespannt wie viel ich im Mai noch verbraucht bekomme.

4. Badewannenspaß. Im April habe ich mir in der kalten Hälfte oft einen Badewannenabend gegönnt. Entweder mit Lush Badekugeln oder mit den Badezusätzen von Kneipp.

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5. Heißgetränke. Ob heiße Schokolade oder Tee. Im April habe ich mir oft eine Tasse gegönnt. Da war alles dabei vom Matcha Latte, zum abendlichen Teeritual oder eben auch mal ner Tasse heiße Schokolade zubereitet mit Hot Chocolate & Marshmallow-Mischung von Stonewall Kitchen.

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Der Flop:

Wenn man nicht viel Neues einkauft, dann ist es doch recht schwierig einen Flop zu finden. Ein Flop im April war, mich einmal nicht warm genug angezogen zu haben. Nach dem wahnsinnig langen Winter und der übergroßen Vorfreude auf den warmen Frühling, schien an einem Samstag die Sonne und ich hatte mich mit einer Freundin und ihrer Tochter zum Spaziergang in den Park verabredet. Da die Sonne wunderbar schien und bereits Wärme durchs Fenster kam, war ich der festen Überzeugung, dass der Frühling jetzt kommt und ich nur ne Lederjacke brauche und die Winterjacke daheim lassen kann. Schon beim Aussteigen aus dem Auto vor ihrem Haus merkte ich, dass es doch frischer ist als es aussah. Sie hat mir dann mit einem dicken Schal ausgeholfen (Wind kam nämlich auch noch dazu) und so konnten wir den Spaziergang machen, aber etwas gefröstelt habe ich trotzdem. Aber aus solchen Situationen lernt man ja bekanntlich und so habe ich danach immer erst draußen geschnuppert wie warm oder kalt es wirklich ist!

Freitag, 26. April 2013

Couch to 5K | Laufen für Anfänger


Wenn du laufen willst, lauf eine Meile. Wenn du ein neues Leben kennenlernen willst, dann lauf Marathon.

– Emil Zátopek


Als Laufanfänger ist ein Marathon nicht nur 42,195 Kilometer weit entfernt, sondern gleich Welten. “Mal nen Marathon zu laufen, das wäre doch was.” Klar, das wäre was!  Das geht mir auch so. Das Thema Marathon ist für mich noch immer ein kleines Mysterium und wäre ein grandioses Ziel. Aktuell jedoch nicht greifbar. Aber ne halbe Stunde ohne Hecheln und nahenden Kreislaufkollaps durchzulaufen wäre die erste, realistische Etappe. Doch ohne Plan schafft man das kaum. Ich war schon mehrmals an diesem Punkt nach einem langen Winter angekommen und der Wiedereinstieg ins Laufen fiel mir schwer. Für mich ist Laufen keine Wettkampfvorbereitung, sondern Zeit mit mir und für mich. Während des Laufens denke ich nach, genieße die Natur und bin einfach nur weit weg von allem. Ich bin erst mal unterwegs und keine Anrufe oder Ähnliches stören mich. Ich. Allein. In der Natur.

Doch wo fängt man an? Wie kann man als absoluter Laufanfänger anfangen wenn man keine Ahnung hat wie lange die Runde um den Block ist oder wie viele Kilometer der nahegelegene Waldweg misst? Lösungen gibt es natürlich viele: Laufbücher, Laufratgeber, Blogs, VHS-Kurse, Distanz vorher mit dem Fahrrad abfahren, GPS-Routen planen, etc. Geht alles. Aber manchmal ist das einfach zu viel Planung. Denn man will einfach nur raus. Ich habe vor ein paar Jahren eine App kennengelernt, die mir persönlich geholfen hat den Einstieg zum Laufen zu finden. Und mich auch jedes Jahr beim Wiedereinstieg begleitet.

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Das Programm hat den wunderbaren Namen “Couch to 5K” oder kurz C25K –> von der Couch zu den 5 Kilometern. Wunderbar also für alle Couchpotatoes, die jetzt endlich mal fünf Kilometer durchlaufen wollen. Hier geht’s direkt zum AppStore. Für alle Smartphone-Inhaber ein tolles Tool und wer ein solches Gerät nicht zur Verfügung hat, kann hier den Plan ausdrucken. Der Trainingsplan umfasst 5 Wochen und basiert auf das sogenannte Intervall-Training. Das ist eine Methode von vielen um den Laufeinstieg zu bewältigen.

Und was macht die App so besonders? Was ich an dieser App besonders mag ist, dass sie einen während des Laufs begleitet. Sie ist mein persönlicher Lauftrainer und Motivator. So toll ich die Auswahl an Trainingsplänen finde, die uns zur Verfügung stehen umso schwieriger finde ich die praktische Umsetzung. Denn mir fällt es unwahrscheinlich schwer während des Laufens auf meine Uhr zugucken und dann ins Gehen zuwechseln, wenn 90 Sekunden um sind. Für mich persönlich ist das nicht praktikabel, da ich dann total verkrampfe und nur auf die Uhr starre. Ich bin mir sicher das ist eine totkomische Laufhaltung für alle, denen ich auf meiner Runde begegne. Sieht sicherlich zum Schreien aus wie ich laufend, mit einem Arm mitschwingend und den anderem Arm in “Uhr-Lese-Haltung” und stocksteif durch die Gegend jogge während mein Blick starr aufs Zifferblatt gerichtet ist. Bloß keine 91 Sekunden laufen wenn ich schon lang gehen könnte. Also für mich war das einfach nichts. Ob mit Uhr, mit Uhr und digitalem Display oder der Stoppuhr. Ging nicht. Und vor allem hat es alles andere als Freude bereitet. Im Gegenteil. War danach immer total verspannt anstatt ganzheitlich gelockert. Die App hingegen spricht mit mir. Nach einen kurzen Tonsignal sagt mir eine männliche Stimme genau wann ich joggen soll und wann ich gehen darf. Und das allerbeste: er sagt mir wenn die Hälfte des Workouts um ist. Alleine diese Funktion finde ich persönlich grandios. Denn das kann je nach Stimmung den Lauf noch retten! Und dadurch laufe ich auch gerne auf mir unbekannte Strecken. Denn wenn die Stimme ertönt, die sagt “you are halfway done”, dann drehe ich einfach um und laufe zurück. Perfekt!

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Wie ist der Plan aufgebaut? Der Trainingsplan ist auf drei Laufeinheiten pro Woche und auf insgesamt neun Wochen ausgelegt. Die Intervalle verändern sich von Woche zu Woche, sodass man sich schnell weiterentwickelt. Sollte man mal das Bedürfnis verspüren eine Einheit wiederholen zu wollen, ist auch das kein Problem.

Man muss auch nie wieder auf die Uhr schauen, da die App ansagt was wann zu tun ist: Gehen oder Joggen. Mit einem kleinen Tonsignal und einer männlichen Stimme kann man das Laufen einfach das sein lassen, was es ist: Laufen. Kein lästiges auf die Uhr schauen. Einfach nur Laufen.
P.S.: GPS-Aktivierung ist auch mit der App möglich, sodass man auch die Strecke einsehen kann (was ich bis dato ehrlich gesagt noch nie genutzt habe).

Kurzes VokabularSoweit ich weiß, ist die App aktuell nur auf englisch erhältlich. So viel redet das Programm aber nicht mit einem, dass man das auch mit geringen Englischkenntnissen nicht verstehen könnte. Hier also ein kurzer Überblick über das Vokabular der C25K-App:

Sorry, für die schlechte Bildqualität, die ich leider nicht lösen konnte.



Im Nachgang bitte auf jeden Fall dehnen! Dehnübungen für Läufer gibt es z.B. in Videoform auf YouTube oder in Schriftform zum Beispiel hier und hier.

Und noch ein kleines Plus: ihr könnte Euch ne eigene Playlist nur für dieses Programm in der App anlegen! Finde ich klasse, da ich hier ein Hörbuch hinterlegen kann und trotzdem an Nicht-Lauf-Tagen mit der iPod-Funktion Musik hören kann ohne den aktuellen Stand des Hörbuch zurückzusetzen.

Was braucht ihr zum Starten? Ein Smartphone, Kopfhörer, gute Laufschuhe und Sportkleidung.

Auf die Plätze, fertig los!

Donnerstag, 25. April 2013

Mein heutiger Einkaufskorb | Bioladen [24.April]

Das Essen soll zuerst das Auge erfreuen und dann den Magen.

– Johann Wolfgang von Goethe


Gestern war ich mal wieder im Bioladen meines Vertrauens unterwegs (a.k.a. der einzige Bioladen in meiner direkten Umgebung) um ein paar fehlende Lebensmittel zu ersetzen. Da ich ein bisschen Zeit zum Stöbern hatte, habe ich mich ein bisschen umgeschaut und ich bin auf ein paar neue Produkte gestoßen. Aber seht selbst was mit mir nach Hause durfte. 

Das war übrigens nicht mein Wocheneinkauf, denn dafür fehlen frische Zutaten wie Obst & Gemüse.

  • Brat- und Grillkäse von Andechser Natur
  • Feta von Tharros
  • Hass Avocados
  • Dinkel gepufft von Korngabe [der Kellogs Smacks Ersatz]
  • Reiskornvielfalt in Kochbeuteln von Davert
  • Penne aus Emmer von Alb-Natur
  • Frühstücksbrei mit Amaranth in der Geschmacksrichtung Apfel-Erdbeere von Allos
  • Fettarme Milch von dennree
  • Tiefkühl-Erdbeeren von Soto
  • Weißes Mandelmus von Rapunzel
  • Aufstrich Tomate griechische Art von Zwergenwiese
  • Bunter Quinoa von Rapunzel
  • Schwarze Bohnen von Davert
  • Schwarzer Naturreis von Davert
  • Eier
Die Tiefkühlerdbeeren von Soto kann ich Euch nur wärmstens ans Herz legen. Ja, sie sind teurer als die TK-Erdbeeren, die man im Supermarkt bekommt, aber sie schmecken um Welten besser. Süß, reif und fruchtig. Nicht wässrig. Einfach nur lecker, wenn man wie ich gerne die gefrorenen Früchte einfach so direkt aus der Packung raus ist (ist wie pures Erdbeereis zum Beißen...lecker).

Die einzigen Produkte, die ich noch nicht probiert habe ist der Frühstücksbrei (habe ihn aber schon in der Geschmacksrichtung Chai) sowie die Penne und den schwarzen Naturreis. Die Penne sind aus dem Urgetreide Emmer, was mich besonders interessiert hat. Emmer, auch Zweikorn genannt, ist eine Pflanzenart aus der Gattung Weizen. Er ist, zusammen mit Einkorn, eine der ältesten kultivierten Getreidearten. Emmer ist sehr eiweiß- und mineralstoffreich und ihm wird ein nussiger Geschmack nachgesagt. Darauf freue ich mich besonders. Laut Wikipedia haben Forscher der Universität Hohenheim (Stuttgart) und Vertreter des baden-württembergischen Landesinnungsverbandes der Bäcker einen »Arbeitskreis Spelzgetreide« (Einkorn, Emmer und Dinkel) gegründet, in dem auch Müller und Nudelfabrikanten vertreten sind, um den Anbau dieser frühen Weizensorten wieder zu fördern. 

Wenn ihr mehr über Emmer wisst oder Emmerprodukte schon ausprobiert hat, würde ich mich freuen via Kommentar oder Mail von Euch zu hören. Ich bin gespannt wie es schmeckt und freue mich schon drauf Neues auszuprobieren!


Dienstag, 23. April 2013

Review | Tag der Gelassenheit 2013

Der beste Aussichtsturm des Lebens ist die Gelassenheit.

– Ernst Ferstl


Was ist eigentlich Gelassenheit? Wikipedia bietet dazu folgende Definition an: 
Gelassenheit, Gleichmut, innere Ruhe oder Gemütsruhe ist eine innere Einstellung, die Fähigkeit, vor allem in schwierigen Situationen die Fassung oder eine unvoreingenommene Haltung zu bewahren.

Besonders schön ist auch das Gebet von Reinhold Niebuhr zum Thema Gelassenheit, das die meisten von Euch sicherlich schon einmal gehört haben.

Gott gebe mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
  den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann,
  und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

Diese beiden Definitionen passen doch schon sehr gut. Passend dazu bietet der tempus Verlag seit über einem Jahrzehnt  einen ganzen Tag zu dem Thema an: den Tag der Gelassenheit. Zum fünften Mal war ich nun dabei und habe mich auch dieses Mal wieder von den Geschichten der Redner inspirieren lassen. Gelassenheit ist in meinen Augen alles andere als ein Kinderspiel. Doch es ist lernbar. Ohne Frage. Der Schlüssel zur Gelassenheit ist in meinen Augen das Leben zu bejahen, Zuversicht und Vertauen zu haben und auch einmal das Zepter abzugeben. Das Schicksal und die Krisen, die jeden von uns im Leben ereilen, anzunehmen und sie als Aufgabe zu sehen und nicht als Strafe. Diese Krisen kommen, damit wir lernen damit umzugehen und gestärkt herauszugehen. Egal wie tief und schmerzhaft die Krise auch sein mag, man steckt nicht für den Rest des Lebens darin fest. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Und es hilft, wenn man gelassener mit dem Schicksal, mit dem unfreundlichen Kollegen, dem mürrischen Nachbarn oder den “ich meine es doch nur gut”-Eltern umgeht. Das heißt keinesfalls, dass man diesen Menschen und Momente recht gibt oder die Meinungen hinnimmt, sondern dass man diese anerkennt. Gelassen zu bleiben heißt, einen liebevollen Blick auf die Dinge zu richten und eigene Lösungen zu finden. Lösungen, mit denen es einem selbst besser geht. Das tun, was einem wirklich selbst hilft. Ob es die gleichen Lösungen sind wie die der anderen und all denen, die es gut mit einem meinen, sei dahingestellt. Das kann zwar so sein, das muss aber nicht so sein.

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Doch wenn man den neutralen Blick auf sich selbst oder das eigene Leben nicht mehr herstellen kann, oder es einem etwas schwer fällt, sucht man sich Impulse im Außen. Das geht mir ganz genauso. Und am Tag der Gelassenheit bekomme ich davon zahlreiche.

Die Hauptredner der diesjährigen Veranstaltung haben auf die verschiedensten Arten deutlich gemacht, wie man mit Krisen umgehen und wie man die innere Stärke (wieder)finden kann. Besonders bewegt hat mich Joey Kelly. Ich gebe ehrlich zu, dass ich nicht genau wusste wo ich ihn unter den professionellen Rednern einordnen soll. Ist er rhetorisch gewandt? Bringt er sein Thema interessant rüber? Kann er das Publikum begeistern? Kurz und knapp: JA zu all diesen Fragen. Joey Kelly sprach über das Thema “No Limits – wie schaffe ich mein Ziel”. Gepaart mit persönlichen Bildern und Videos seiner sportlichen Karriere (auch wenn ihn die meisten als Mitglied der Kelly Family kennen, ist er den meisten heute durch seine außergewöhnlichen sportlichen Leistungen bekannt) hat er gezeigt, wie man seinen Geist und den eigenen Körper trainieren kann und weit über ein ursprüngliches Ziel bringen kann. Dieser Mann hat mich einfach nur fasziniert. Zum einen diese sportlichen Grenzgänge und zum anderen den Humor, den er an den Tag legt. Natürlich hat auch er die ein oder andere Kelly Family Geschichte erzählt und das Ganze so aufgelockert. Heute sieht er sich als Unternehmer und Sportler und weniger als Musiker. Aber dieser Teil gehört zu seiner Geschichte und hätte er zu Kelly-Family-Zeiten nicht mit seiner Schwester Patricia eine Wette abgeschlossen, hätte er vielleicht nie diesen ersten Triathlon absolviert, der der Startschuss für alle weiteren Wettkämpfe war. Wen dieses Thema ebenfalls interessiert, wird sicherlich in seinem Buch die passenden Antworten finden.

Ein Leckerbissen für die Ohren war auch Johannes Warth, der mit viel Comedy-Geschick und Oberschwäbischer Liebenswürdigkeit die “9 Hüte der 8samkeit” präsentiert hat. Was habe ich gelacht! Mit Wortspielen rund um den “Hut”, wie die “Vorhut”, “den Hut an den Nagel hängen”, “auf der Hut sein” und viele weitere, zeigt er die Wichtigkeit der Hüte in der heutigen Gesellschaft auf. Nicht im Sinne der Hutmode sondern den Rollen, die wir ausfüllen um persönlichen Erfolg einzufahren. Herrlich erfrischend. Und: hat mich nachdenklich gemacht.

Und wie auch letztes Jahr ist mein alljähriger Favorit der Autor und Illustrator Werner Tiki Küstenmacher. Ich habe mittlerweile wohl jedes Buch und liebe seine Vorträge, die er vor Ort und live illustriert. Dieses Mal ging es um den inneren Schweinehund, den es so in der Art (wissenschaftlich gesehen) gar nicht gibt. Und dennoch spüren wir ihn alle. Was steckt also wirklich dahinter? Was macht unser Gehirn da mit uns? All die Fragen hat er leicht verständlich erklärt (und meiner Versuch das ebenfalls zu tun würde an dieser Stelle kläglich scheitern) und natürlich passend illustriert. Immer wieder schön. Und dieses Mal habe ich auch endlich eines seiner Bücher signieren lassen. Er hat dieses aber nicht nur signiert, er hat auch eine Zeichnung für mich gemalt, die nicht besser zu mir passen könnte.

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Völlig gelassen habe ich abends die Heimreise von Neu-Ulm angetreten. Relaxt saß ich hinterm Steuer und bin meinem Weg gefolgt. Auch mal wieder ein herrliches Gefühl sich nicht von den hektischen Fahrern auf der Autobahn anstecken zu lassen (und das obwohl ich gerne schnell fahre). Aber es geht eben auch gelassen. Und so kommt man dann auch am Ziel an. Und mit einem Lächeln.

Den Rückblick zum Tag der Gelassenheit 2012 findet ihr hier.

Sonntag, 21. April 2013

Heute schon gelacht? | Here comes the Hotstepper


Die Albernheit ist eine Erholung von der Umwelt.

– Peter Bamm



Lachen tut gut. Lachen beflügelt das Herz und die Seele. Zusammen mit grooviger Musik fühlt man sich gleich viel wohler und leichter. Als ich über dieses Video gestolpert bin, musste ich sehr lachen! Daher möchte ich das gerne an Euch weitergeben und auch denen ein kleine Freude machen, die gerade wenig zum Lachen haben!


Put a smile on your face! You are beautiful!